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ANTIVENIN-CH |
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Netzwerk der Schweizerischen Antivenin Depots Antivenin-Liste (pdf 250 kb, Version vom 06.08.2010) Seit dem Inkrafttreten des neuen Heilmittelgesetzes zu Beginn des Jahres 2002 gelten auch für die Beschaffung und den Vertrieb von Schlangenseren in der Schweiz neue Bestimmungen. Die Verfügbarkeit von Seren gegen Bisse exotischer Schlangen war bisher uneinheitlich und unübersichtlich. Anfang 2004 wurde von den Schlangenseren-Depots in den Spitalapotheken Münsterlingen (Institut für Spitalpharmazie Kantonsspital Münsterlingen), Genf (Pharmacies des Hôpitaux Universitaires de Genève) und Zürich (Kantonsapotheke Zürich), das Netzwerk der Schweizerischen Antivenin-Depots "ANTIVENIN-CH" gegründet, mit dem Ziel, die Versorgung mit Antiveninen in der Schweiz schneller, sicherer und übersichtlicher zu machen. Das Netzwerk ist innerhalb der der Arbeitsgruppe "Antidota" GSASA-STIZ organisiert, die die Schweizerische Antidotliste herausgibt. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic unterstützt das Projekt von behördlicher Seite. Dr. Thomas Junghanss, Sektion Klinische Tropenmedizin am Universitäts-Klinikum Heidelberg, wirkt als fachlicher Berater mit. Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (STIZ) koordiniert die Verbundstätigkeit; die einzelnen Depots arbeiten aber selbständig. Die teilnehmenden Antivenin-Depots publizieren ihre Bestände in einer gemeinsamen Liste, helfen einander bei Bedarf mit Antiveninen aus, und pflegen den Austausch von Wissen und Informationen über die Antivenine. Weitere Antivenin-Depots können dem Verbund als Mitglieder beitreten, wenn sie die Vereinbarungen anerkennen und erfüllen, und wenn sie über die nötigen behördlichen Bewilligungen verfügen. Die Mitglieder des Verbundes nehmen Seren für die den kantonalen Veterinärämtern gemeldeten Giftschlangen an Lager, soweit sie erhältlich sind. Bericht 2010 Das Netzwerk der Schweizerischen Antivenin-Depots hat 2009 neun Mal Antivenine ausgeliefert (Viperfav 3x, Antivipmyn 1x, CroFab 1x, SAIMR Polyvalent 2x, Suero antiofidico polivalente 2x). Bei drei Lieferungen wurden die Antivenine nicht gebraucht und wieder retourniert. Das STIZ registrierte 2009 54 Fälle zu Schlangenbissen beim Menschen (11 Kinder <16 Jahre, und 41 Erwachsene, 2 unbekannt), 33 zu einheimischen, 21 zu exotischen Schlangen. In 35 Fällen handelte es sich um Giftschlangen, neun davon in Haltung (Bitis parviocula und Bothrops schlegelii, beide aus Italien, Crotalus enyo aus dem Kanton SG, Crotalus vegrandis BS, Echis coloratus FR, Kobra VS, Sistrurus miliaris GL, Trimeresurus venustus GE, unbekannte Schlange AG). Von 11 dieser 35 Giftschlangenbisse wurde der Verlauf bzw. der Schweregrad der Symptome mitgeteilt: Ein Biss verlief ohne Symptome, 5 mit leichten, 3 mit mittelschweren und 2 mit schweren Symptomen. Todesfälle gab es keine. Weitere Seiten zu Antidoten: Antidot-Netzwerk Antidot-News Antidot-Monographien MAVIN) der Toxikologischen Abteilung der II. Medizinischen Klinik der Technischen Universität München. HKU 09.08.2010 |
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